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"GeMAInsam Zukunft gestalten"

Das heutige Motto "GeMAInsam Zukunft gestalten" – passt perfekt zur Arbeit von uns Lehrkräften - ist es doch sozusagen das Motto unseres Berufsalltags. 

Gemeinsam setzen wir uns tagtäglich in Bildung und Erziehung für unsere Zukunft ein, denn unsere Zukunft, das sind unsere Kinder. Diese Erkenntnis scheint auch in der Politik weit verbreitet zu sein. Es bleibt in der Konsequenz aber meist bei leeren Worthülsen. Nachhaltige Investitionen? Fehlanzeige!

Vor nun mehr als 2 Jahren hat die Coronapandemie etliche Missstände aufgedeckt. Dabei rede ich nicht nur von der verpassten Digitalisierung, viel mehr rede ich von zu großen Klassenstärken, die ein individuelles Arbeiten erschweren, von zu vollen Lehrplänen, die nicht immer den Lernbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen, vor allem rede ich aber vom akuten Personalmangel.

Hektisch und vor allem medienwirksam versuchte das Hessische Kultusministerium in den letzten beiden Jahren einige Mängel zu beheben – vor allem Mängel, die sich bei den Schülerinnen und Schülern als verpassten Lernstoff zeigten. Natürlich klingen sogenannte „Aufholprogramme“ wie LÖWENSTARK in den Ohren der Eltern vielversprechend. Wie so oft, fehlen den Programmen, wie jeglichen Neuerungen in den letzten Jahren, schlüssige Konzepte. Die Umsetzung liegt alleinig in den Händen der Schulen. Diese Überforderung wird aber nicht als Problem angesehen, sondern sogar noch als wünschenswerte Autonomie der Schulen angepriesen. Da wundert mich nichts mehr! Anstatt die Lern- und Arbeitsbedingungen an den Schulen nachhaltig zu verbessern, werden für einen zeitlich begrenzten Rahmen Studentinnen und Studenten für Maßnahmen wie die Feriencamps oder auch für zusätzliche Lernangebote am schulischen Nachmittag eingesetzt, pensionierte Lehrkräfte werden in den Schuldienst zurückgeworben und teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte von einem umfangreicheren Einsatz im Unterricht überzeugt. Ist es tatsächlich möglich, beispielsweise in den Osterferien innerhalb von drei Tagen zu je vier Unterrichtsstunden versäumtes Wissen nachzuholen? Helfen wir den Kindern und Jugendlichen, denen das Lernen oder gar der Schulbesuch an sich schwerfällt, mit zusätzlichem Unterricht in den Ferien weiter? Und ist für Lehrkräfte der zusätzliche Einsatz in Lerncamps und die zunehmende Mehrarbeit durch hohen Krankheitsausfall der Kolleginnen und Kollegen noch zumutbar?

Das nächste Thema ist eine gute Integration der ukrainischen Schülerinnen und Schüler, die so dringend auf Begleitung und Unterstützung angewiesen sind. In der Presseerklärung des Hessischen Kultusministeriums lautet die Überschrift: „Das hessische Schulsystem ist auf die ankommenden Flüchtlinge gut vorbereitet“. Ist das wirklich so, wenn an Schulen im Landkreis einzelne Intensivklassen nun mit über 30 Lernenden besetzt sind und wenn in diesen Klassen das Sprachniveau von „Nichtsprechern“ bis zu B2, also nahezu Muttersprachniveau, reicht? Die Klassen füllen sich mit ukrainischen Kindern stetig weiter,– aber gleichzeitig wird am Personalschlüssel nichts geändert bzw. kann sich nichts ändern, weil schlichtweg die Personen dafür fehlen.

Vor allem an den Grundschulen ist die aktuelle Situation sehr bedenklich. Hier arbeiten viele Kolleginnen in Teilzeit, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren, vor allem aber um ihre Arbeitskraft erhalten zu können. In den Grundschulklassen lernen alle gemeinsam: vom Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf bis hin zum hochbegabten Kind, das eine Klasse überspringen kann, außerdem Kinder verschiedenster Herkunft mit Deutsch als Zweitsprache. Die Grundschullehrkräfte müssen diese Herausforderungen zum Großteil alleine stemmen, leisten die umfangreichste Elternarbeit, müssen mit den verschiedensten Partnern kooperieren und haben dabei gleichzeitig die höchste Unterrichtsverpflichtung. In anderen Bundesländern wurde diesen gestiegenen Anforderungen auch mit der Angleichung des Gehalts an die anderen Lehrämter Rechnung getragen, in Hessen jedoch noch nicht. Der Lehrkräftemangel vor allem im Grundschulbereich erfordert daher rasche und mutige Schritte zu einer angemessenen Bezahlung. Wir als GEW fordern A13 für die Grundschullehrkräfte.

Vor allem aber benötigen wir gut ausgebildete Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen mit mehr Zeit für die einzelnen Schulen und entlastende und faire Arbeitsbedingungen, um uns gemeinsam für eine demokratische Erziehung und eine gute Allgemeinbildung aller Schülerinnen und Schüler einsetzen zu können. Die GEW fordert schon seit langem kleinere Klassen und mehr Personal, damit wir den Bedürfnissen der Kinder gerechter werden können.

Diese Forderungen werden dann gerne als unrealistisch, naiv und vor allem als unbezahlbar bezeichnet. Umso mehr wundern wir uns, wie schnell eine sogenannte „Zeitenwende“ ein 100-Milliarden-Paket zur Aufrüstung und Militarisierung ermöglicht werden soll. Man mag davon halten, was man will. Ich jeden falls finde, es ist Zeit für eine „Zeitenwende in der Bildungspolitik“!

Gerechte Bezahlung für Grundschullehrkräfte gefordert

Mit über 50 Teilnehmer/innen war die Kundgebung der GEW auf dem Uniplatz in Fulda gut besucht. Die stellvertretende Landesvorsitzende Heike Ackermann kritisierte in ihrer Rede die Tatenlosigkeit der hessischen Landesregierung. Inzwischen bezahle die Mehrzahl der Bundesländer A13 für alle Lehrkräfte. Auch im benachbarten Thüringen werden Grundschullehrkräfte seit diesem Schuljahr nach A13 bezahlt. „Wenn Hessen noch länger zögert, dann wird es auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt den Anschluss verlieren“, so Ackermann. Die Arbeit an Grundschulen sei herausfordernd und brauche eine professionelle Pädagogik. Grundschulkräfte arbeiten wie ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, förderten Kinder individuell, arbeiteten inklusiv und trügen entscheidend zur Persönlichkeitsentfaltung des einzelnen Kindes bei. Angesichts der stetig wachsenden Aufgaben sei eine gerechte Bezahlung überfällig. Der erhebliche Lehrkräftemangel an den Grundschulen erfordere deshalb rasche und mutige Schritte.

Conny Barby vom Vorsitzendenteam der GEW Fulda betonte, dass zudem an Hessens Schulen die Arbeitszeit für Lehrkräfte besonders hoch sei. Die wöchentliche Stundenzahl an Grundschulen sei unter allen Bundesländern am höchsten. „Wir laufen Gefahr, dass junge Lehrkräfte dort arbeiten wollen, wo die Bezahlung stimmt und die Arbeitsbelastung erträglicher ist.“ Darunter würde am Ende die Qualität der Bildung im Primarbereich leiden.

Die Anwesenden verliehen ihrer Forderung mit Plakaten, Bannern und bunten Luftballons Nachdruck. Zum Ende der Veranstaltung ließen die Lehrerinnen und Lehrer ihre Luftballons in den windigen Aprilhimmel steigen.

Mitgliederversammlung 2021

Am 02.12.2021 fand im Gasthof zur Sonne in Büchenberg die diesjährige Mitgliederversammlung des KV Fulda statt. Ein besonderer Gast war Thilo Hartmann, unser neuer Landesvorsitzender, der mit GEW-Positionen zur Bildungspolitik in Zeiten von Corona referierte. Musikalisch sorgte die Fuldaer Band Ladscho Swing für gute Laune. Außerdem gab es zahlreiche Ehrungen. 

 

Treffen der Vertrauensleute

Am 18.11.2021 bedankte sich der KV Fulda bei seinen Vertrauensleuten mit einem gemütlichen Abend in der Rösterei Kaffeekultur. Neben kleinen Leckereien gab es Weinspezialitäten und literarische Weisheiten von Manfred Borg, dem Inhaber der Buchhandlung Ulenspiegel.
Viel zu lachen gab es zu den Auszügen aus Gabriele Frydrychs Buch "Man soll den Tag nicht vor dem Elternabend loben".

 

A13 für alle!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gestern, am 13.11.2021 nahm eine kleine Delegation der Kreisverbände Fulda und Hünfeld an der Kundgebung in Kassel für eine gerechte Besoldung der Grundschullehrkräfte in Hessen teil. Besonderer Dank gilt unseren Unterstützer*innen der Haupt- , Real- sowie Förderschulen. Es war erstaunlich, wie wenige Grundschullehrkräfte sich für ihre eigenen Rechte aktiv einsetzen wollten. Ganz klar sind die Belastungen der letzten Monate enorm und jede/jeder von uns genießt ein freies Wochenende. ABER das Gemeinschaftserlebnis, bei dem sich viele für das gleiche Ziel einsetzen und Reden von Gewerkschaftern sowie Vertretern politischer Parteien, in denen Verständnis und Unterstützung für die eigenen Belange deutlich werden, geben durchaus Kraft.

In diesem Sinne hoffen wir, dass die Forderungen im Hessischen Kultusministerium gehört werden: "Die Würfel sind gefallen - A13 für alle!"

Mit gewerkschaftlichen und freundlichen Grüßen,

euer GEW-KV Fulda

Demo in Kassel am 12.10.2021

Warnstreik anlässlich der TvH-Tarifauseinandersetzungen

1. Mai 2021

Die Hauptreden wurden von Birgit Koch und Tony Schwarz gehalten.