GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 26 Sep 2022 19:44:00 +0200 Mon, 26 Sep 2022 19:44:00 +0200 TYPO3 EXT:news news-159 Wed, 21 Sep 2022 16:29:03 +0200 Dienstvereinbarung zur Wiedereingliederung https://gew-hrwm.de/home/details/dienstvereinbarung-zur-wiedereingliederung Betriebliches Eingliederungsmanagement: GPRS schließt verbesserte Dienstvereinbarung ab Schulisches Eingliederungsmanagement erkrankter Kolleginnen/Kollegen mit der Dienstvereinbarung neu geregelt

Die aus 2011 stammende Dienstvereinbarung über das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) wurde – auf Initiative der GEW-Fraktion hin – am 21.09.2022 zwischen Gesamtpersonalrat Schule HRWM und Staatlichem Schulamt Bebra in aktu­alisierter und verbesserter Form neu aufgelegt, um den veränder­ten gesetzlichen Vorgaben und dem Wohle der Beschäftigten besser zu entsprechen.

Keine Angst vor dem BEM-Gespräch

Das Gesprächsangebot richtet sich an alle Lehrkräfte und soz.-päd. Fachkräfte, die in den je­­­­weils zurückliegenden 12 Monaten mind. 6 Wochen erkrankt waren oder sich von dauerhafter Krankheit bedroht fühlen. Das Gespräch dient der Arbeitsplatzerhaltung und soll durch Maßnahmen die Über­­windung von Arbeitsunfähigkeit fördern. Durch das Erkennen von schulischen sowie arbeits-(platz-)bedingten Beeinträchtigungen/Einflüssen soll die Möglichkeit für den/die Schulleiter*in geschaf­fen wer­den, diese gemeinsam mit den Betroffenen in den Blick zu nehmen, zu beseitigen und damit die Gesundheit zu för­dern.

Ablauf der Wiedereingliederung in der Schule

Zunächst wird ein Gesprächsangebot mittels Formschreiben unterbreitet. Nach Zustimmung durch den/ die Betroffene*n erfolgt ein Integrationsgespräch (jetzt auch als Videokonferenz möglich), in dem arbeitsplatz­­­bezogene Ursachen der Arbeitsunfähigkeit ermittelt und gemeinsam Maßnahmen entwickelt werden.

Datenschutz und Verschwiegenheit

Beim BEM-Gespräche unterliegen alle Beteiligten der Verschwiegenheit, d.h. auch die darin mitgeteilten Gründe für eine Erkrankung dürfen nicht weitergegeben werden. Die vereinbarten Maßnahmen zur Arbeits­erleichterung werden in einem gemeinsamen Protokoll festgehalten. Nach Evaluation der Maßnah­men und nach erfolgreicher Wiedereingliederung wird das Protokoll vernichtet.

Gesprächsteilnehmer*innen: Sie dürfen wählen!

 Das einzuberufende Integrationsteam der Schule besteht i.d.R. aus dem/der Schulleiterin (oder einem anderen Schulleitungsmitglied), einem Mitglied des Schulper­sonalrats und ggf. auch auf Ihren Wunsch hin aus folgenden weiteren Personen: Der Frauen- und Gleich­stellungsbeauftragten, einem Mitglied der Schwerbehindertenvertretung, Ihrem Beistand, einer wei­teren beliebigen (inner-oder außerschulischen) Vertrauensperson Ihrer Wahl (neu!) und einer/ei­nem Be­triebsmediziner*in der Medical-Airport-Service GmbH (MAS).

BEM-Gespräche aktiv nutzen

Das BEM-Gespräch wird entweder vom/von der Schuleiter*in initiiert oder auf Wunsch des/der Betroffen­en. Betroffene müssen zu diesem Ge­spräch ihre Zustimmung geben. Merke(!): Nichtzustimmung, Unterbrechung oder Beendigung des BEM-Verfahrens ziehen keine dienst- oder ar­beitsrechtlichen Konsequenzen nach sich. Es bleibt dem Dienstherrn bei dauerhafter Er­krankung dennoch unbenommen, die Überprüfung der Dienstfähigkeit durch das Versorgungsamt einzuleiten. Es ist daher von Vorteil zunächst ein BEM-Gespräch durchzuführen und auf schulischer Ebene zu versuchen alle Möglichkeiten zur Arbeitserleichterung und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen auszuschöpfen, um den Ar­beitsplatz und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

Ansprechpartner zu Fragen rund das BEM

GEW-GPRS-Mitglied im Integrationsteam am SSA

Katharina Müller
0177-2770675

Gesamtschwerbehindertenvertretung (GSBV)

Anja Mehr
05651-8137

Detlef Nizold (stv.)
Tel. 0173-6203711

Hier geht's zum Download der Dienstvereinbarung

 

Erstellt: Richard Maydorn | Stand: 21.09.2022

 

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KV_Witzenhausen Aktuelles
news-158 Wed, 03 Aug 2022 09:00:04 +0200 documenta-Führung für Pensionärinnen und Pensionäre https://gew-hrwm.de/home/details/documenta-fuehrung-fuer-pensionaerinnen-und-pensionaere Einladung zur documenta-Führung am 21.09.2022 um 16:45 Uhr Agathofstr. 15 in Kassel Der GEW-Kreisverband lädt zur docomenta-Führung ein !

Die documenta in Kassel ist eine gute Gelegenheit, um uns (nach längerer Zeit) mal wieder zu treffen. Wir laden Euch deshalb zu einer documenta-Führung nach Kassel ein.

Die Führung beginnt am Hübner-Areal (Agathofstraße 15), einem der zentralen Ausstellungsorte der documenta 15, und wird uns zum Ausstellungsort Hafenstraße 76 führen.

TERMIN: Mittwoch, 21. September. Die Führung beginnt um 1700 Uhr und dauert ca. 2 Stunden. Wir sollten uns daher spätestens um 1645 Uhr am Eingang des Hübner-Areals (Agathofstraße 15) treffen.

Der GEW-Kreisverband Witzenhausen übernimmt die Kosten der Führung, die Eintrittskarten müssen individuell vor Ort oder im Internet https://www.shop-documenta-fifteen.de/#/tickets erworben werden.

Vermutlich werden die meisten von Euch die Gelegenheit nutzen, um noch andere Ausstellungsorte zu besuchen oder in der Aue spazieren zu gehen. Wer die documenta nur für unsere Führung besuchen will, kann sich die preisgünstige Abendkarte kaufen, die erst ab 17 Uhr gilt.

ANMELDUNGEN: Bitte schickt uns bis zum 7. September Eure Anmeldung an b.richter@gew-hrwm.de ODER per Post an: Brigitta Richter, Ludwig-Mohr-Straße 5, 34119 Kassel

Wichtiger Hinweis: Die beiden Ausstellungsorte trennt ein Fußweg von ca. 15 Minuten. Teilnehmer*innen, für die wir einen PKW-Transfer organisieren müssen, mögen uns dies bitte mit der Anmeldung mitteilen (!)

 

Herzliche Grüße, bis zum 21.September!

Richard Maydorn (Vorsitzender) & Brigitta Richter (Kassiererin / PG Senioren)

Erstellt: Richard Maydorn | Stand: 03.08.2022

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KV_Witzenhausen
news-157 Thu, 14 Jul 2022 20:51:00 +0200 - JETZT ANMELDEN - Eintägige Grundlagen-Schulung für Schulpersonalräte https://gew-hrwm.de/home/details/jetzt-anmelden-eintaegige-grundlagen-schulung-fuer-schulpersonalraete Grundlagenschulung in Bebra (07.09.2022) - Infos und Anmeldung hier ... Der GEW-Kreisverband Witzenhausen führt in Kooperation mit der lea bildungsgesellschaft mbH der GEW Hessen eintägige akkreditierte Grundlagen-Schulung für Schulpersonalräte durch.

Die Lehrgangszeit ist von 9-16 Uhr.
Sie finden statt am Mittwoch, 07.09.2022, in Bebra

Die Anmeldung muss bis 22.07.2022 über die Webseite der lea Bildungsgesellschafts geschehen.

Inhalt der Grundlagenschulung: Vorrangig werden die wichtigsten Themen der Personalratsarbeit angesprochen und in die Aufgaben und Verfahrensweisen der PR-Tätigkeit eingeführt. Die behandelten Themenbereiche reichen von der Geschäftsführung des Personalrats, der vertrauensvollen Zusammenarbeit über allgemeine Aufgaben, Mitwirkung, Mitbestimmung und Beteiligung in Personalangelegenheiten bis hin zur Konferenzordnung. Im Weiteren wird es auch um Einstellung & Eingruppierung, Versetzung & Abordnung sowie um die Zusammenarbeit mit Gesamtpersonalrat gehen. Darüber hinaus werden Teilnehmerwünsche behandelt und es besteht die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch über die Arbeit als Schulpersonalrat.

Zielgruppe: Das Schulungsangebot richtet sich an neu gewählte oder in der Personalratsarbeit unerfahrene Personalräte bzw. an Personalräte, die bereits an der Grundlangeschuung teilgenommen haben. Es können sich auch ganze Personalräte einer Schule anmelden, ebenso wie langjährig erfahrene Kolleg*innen. Letztere bereichern die Veranstaltung durch den Beitrag ihrer Erfahrungen.

Materialien: Sie erhalten ein Hessisches Personalvertretungsgesetz, den „Ratgeber für Personalräte an Schulen“ und je 2 umfangreichen Materialbände mit Informationen und Materialien für die (tägliche) Personalratsarbeit.

Hinweis: Die Schulung ist eine Personalräteschulung nach § 40 Abs. 2 Satz 3 und § 93 Abs. 4 HPVG. Falls für die Teilnahme am Lehrgang eine Reise nötig ist, hat der Personalrat nach § 42 Abs. 3 HPVG dies vorher der Leitung der Dienststelle anzuzeigen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer benötigen für ihre Teilnahme einen Entsendebeschluss ihres Schulpersonalrates mit Hinweis auf den Veranstalter, den Inhalt sowie Datum und Ort der Schulung. Ein entsprechender Entsendebschluss kann hier heruntergeladen werden und wird ihnen zudem auch nach erfolgter Anmeldung von der lea bildungsgesellschaft mbH im Vorfeld der Schulung zugeschickt. Die Schulungskosten in Höhe von 165,00 € trägt das Land Hessen (es wird nicht der Schule in Rechnung gestellt). Für Personalräte ist die Teilnahme entgeltfrei.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zu unseren Schulung anmelden (!)

Verfasser: Richard Maydorn
Stand: 14.07.2022

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KV_Witzenhausen Aktuelles
news-156 Sun, 10 Jul 2022 10:56:00 +0200 Bildungskritik, Mitgliederehrungen und Musik-Kabarett https://gew-hrwm.de/home/details/bildungskritik-mitgliederehrungen-und-musik-kabarett 35 GEW-Mitglieder feierten beim Sommer-Buffet mit Mitglieder-Ehrungen in Witzenhausen Einleitend eröffnete der Vorsitzende des GEW Kreis­verband Richard Maydorn das Sommer-Buffet und zog ein Resümee zum letzten Zusammentreffen 2019 und bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre Unterstützung und Wahlwerbung in den Schulen bei den Personalratswahlen 2021. Dabei wurde an den Schulen im Kreisverband ein herausragendes Ergebnis von über 80% für die GEW erreicht.

 Vor dem Hintergrund wieder stark steigender Corona-Infektionszahlen in den Schulen und den schwierigen und belastenden Arbeitsbedingungen in den drei Schuljahren in der Corona-Pandemie prangerte aber die Belastung der Lehrkräfte und die Folgen für Schüler*innen und Lehrkräfte an, die vom deutschen Schulbarometer bestätig wurden, an. Er kritisierte die unrühmliche Werbung des HKM über die höchsten Beschäftigungszahlen im Schuldienst, wenngleich der Anteil von befristet Beschäftigten im Schuldienst explodiert ist.

Der Landesvorsitzende Thilo Hartmann gegrüßte die Anwesenden ebenfalls, berichtete von den aktuellen Vorhaben der GEW und ergänzte, dass eine Quote von bis zu 50% an Lehrauftragsinhabern (be­­fristet beschäftigte Arbeitneh­mer) die re­gionale Zahl von 20% noch weit übersteigt.

Maydorn politisierte diese Fehlentwicklung und wies auf bildungspolitische Fehlplanungen hin. Weiter mahnte Maydorn zu große Gruppen in Kita, Schulen und Bildungseinrichtungen an und stellte heraus, dass man mit dieser Planung auch den Kindern von Flüchtlingsfamilien nicht gerecht wird, indem Intensivklassen nur vorübergehend gebildet werden, sofern eine bestimmte Lerngruppengröße nicht unterschritten wird. Er lobte jedoch die notwendige Einstellung von UBUS-Kräften an Schulen, verbunden mit der Aufforderung, noch mehr solcher Fachkräfte einzustellen, damit diese nicht nur als Feuerlöscher fungieren. Für das IT-Infrastruktur-Management forderte er das HKM auf, die Schulträger dabei zu unterstützen und Lehrkräfte zu entlasten, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft beziehen können. Er lud die Mitglieder zu einer Kundgebung des BV Nordhessen am 13. Juli 2022 um 16 Uhr an den Obelisk in die Treppenstraße nach Kassel ein, um dort für kleinere Lerngruppen, weniger Pflichtstunden, für Schulbausanierungen und gesunde Arbeitsbedingungen in allen Bildungseinrichtungen zu demonstrieren.

An diesem Abend schlossen sich an die Rede von Thilo Hartmann noch 29 Ehrungen an, wobei nur knapp 40% der Mitglieder anwesend waren. Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Ulrike Bode und Günther Lüpkes. Für 30-jährige Mitgliedschaft wurden Andrea Freiberg-Rühling, Marita Kempkes, Marion Grone und Johann Singer gelobt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden der langjährige KV-Vorsitzende Johannes Batton und sein ehemaliger Schuleiter Günter Stephan geehrt. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde der ehemalige HLZ- Re­dakteur Hartmut Euler geehrt. Für herausragende 55 Jahre Mitgliedschaft waren Olga Stariat (94) und Gerhard Schiller (80) angereist und genos­sen den Abend und Gespräche mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen.

Hö­hepunkt des Abends war die musikalische Darbie­tung des Musik-Kabarettisten Florian Brauer, der sich selbst als „Der Musikpaparazzo“ bezeichnet und Spannendes, Schräges, viel Amüsantes und unglaubliche Geschichten aus der Welt des Show­geschäfts präsentierte. Mit seiner Stimme und dem Klavier nahm er die Anwesenden mit in ei­ne Achterbahnfahrt durch die verschiedenen Jahr­hunderte und Genres unserer abendländischen Musik mit und stellte irre komischen Enthül­lungen über die Songs in seiner 1,5-stündigen Show dar.

Nach einer dem Applaus geschuldeten Zugabe ga­ben die beiden Rockband-Mitglieder der Witzen­häuser Gruppe „The Second Chance“ Hans­jörg Wil­czek und Günther Lüpkes mit Klavierbegleitung von Florian Brauer ein paar Klas­siker mit Gesang und Mundharmonikabegleitung ungeplant zum Besten.

Text / Bilder :Richard Maydorn
Stand: 10.07.2022

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KV_Witzenhausen
news-154 Wed, 15 Jun 2022 07:40:24 +0200 Neue Lehrkräfte-Entgeltordnung (TV EGO-L-H) https://gew-hrwm.de/home/details/neue-lehrkraefte-entgeltordnung-tv-ego-l-h Tarifvertrag zur Eingruppierung von Lehrkräften gilt ab 1.8.2022 Am 1. August 2022 tritt die im vergangenen Oktober im Rahmen der Tarifrunde 2021 vereinbarte Lehrkräfte-Entgeltordnung in Kraft. Damit ist dann endlich auch in Hessen die Eingruppierung der Lehrkräfte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen tarifrechtlich geregelt. Statt eines Erlasses („Eingruppierungserlass für Lehrkräfte“), den das Kultusministerium einseitig ändern kann, unterliegt die Lehrkräfte-Eingruppierung im Schulbereich zukünftig dem Zugriff der Tarifvertragsparteien. Das ist aus gewerkschaftlicher Sicht ein wichtiger Fortschritt.

Der Tarifvertrag besteht aus zwei Teilen: Der erste, relativ kurze Teil enthält Vorschriften zum Geltungsbereich, zur Eingruppierung und zur Überleitung der Bestandsbeschäftigten, der zweite Teil, die wesentlich längere Anlage zum TV EGO-L-H, legt die eigentlichen Eingruppierungsmerkmale fest.

Geltungsbereich und Grundsätze der Eingruppierung

Die Eingruppierung der Beschäftigten des Landes Hessen richtet sich grundsätzlich nach den Bestimmungen der §§ 12 bis 14 TV-H und der Entgeltordnung in Anlage A.

§ 12 Satz 1 TV-H bestimmt, dass sich die Eingruppierung der Beschäftigten nach den Tätigkeitsmerkmalen der Entgeltordnung (Anlage A zum TV-H) richtet. Aus der Vorbemerkung Nr. 4 zu allen Teilen der Entgeltordnung in der Fassung vom 1. August 2022 ergibt sich, dass dieser Grundsatz für Lehrkräfte und die im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten des Landes Hessen nur eingeschränkt gilt:

„Die Entgeltordnung gilt nur für die Lehrkräfte, für die in dem Teil II ein besonderes Tätigkeitsmerkmal vereinbart ist. Für Beschäftigte als Lehrkräfte, die unter den Geltungsbereich des § 44 fallen, sowie für im Schuldienst unterrichtsunterstützende Beschäftigte, die unter den Geltungsbereich des § 44a fallen, gelten ausschließlich die Eingruppierungsregelungen der Entgeltordnung für die Lehrkräfte und die im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten (Anlage zum TV EGO-L-H).“

Die Entgeltordnung zum TV-H verweist also nun ausdrücklich auf den TV EGO-L-H und die Entgeltordnung für die Lehrkräfte und die im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten. § 1 TV EGO-L-H regelt noch einmal den Geltungsbereich:

„Dieser Tarifvertrag gilt für
a) Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen, die unter den Geltungsbereich des § 44 Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H) sowie
b) unterrichtsunterstützende Beschäftigte an allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen, die unter den Geltungsbereich des § 44a TV-H fallen.“

Dazu wurde der seit 2010 geltende § 44 TV-H mit Sonderregelungen für Lehrkräfte z. B. zur Arbeitszeit um den § 44a ergänzt, der den Begriff der „im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten“ definiert:
„Unterrichtsunterstützend tätig sind sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und sozialpädagogische Mitarbeiter an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und an den Schulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und an allgemeinen Schulen mit inklusiver Beschulung in diesen Förderschwerpunkten, sozialpädagogische Fachkräfte als unterrichtsbegleitende Unterstützung (UBUS-Beschäftigte) und Beschäftigte im Rahmen der unterrichtsunterstützenden sozialpädagogischen Förderung (USF-Beschäftigte).“

Damit ist diese Beschäftigtengruppe von anderen sozialpädagogischen Beschäftigten in Schulen abgegrenzt, z.B. von Beschäftigten in der Schulsozialarbeit, die allerdings nur in Ausnahmefällen Landesbedienstete sind. Für die Eingruppierung dieser anderen sozialpädagogischen Beschäftigten ist Anlage A Teil II Nr. 19 zum TV-H einschlägig. Bei unterrichtenden Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, etwa in Vorklassen, handelt es sich um Lehrkräfte, für die § 44 gilt.

In der Niederschriftserklärung Nr. 22b zu § 44a TV-H hat das Land Hessen explizit auf die Richtlinien verwiesen, die für die unterrichtsunterstützenden Beschäftigten an allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen gelten und von der GEW in ausführlichen Handreichungen erläutert wurden.

Da also zwei verschiedene Beschäftigtengruppen durch den TV EGO-L-H erfasst sind, ist auch der Name des Tarifvertrages ziemlich lang: „Tarifvertrag über die Eingruppierung und die Entgeltordnung für die Lehrkräfte und die im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten (TV EGO-L-H)“. Wenn im Folgenden verkürzend von der „Lehrkräfte-Entgeltordnung“ oder von „Lehrkräften“ die Rede ist, sind trotzdem alle Berufsgruppen des TV EGO-L-H gemeint.

Überleitung in die neue Entgeltordnung nur auf Antrag

Die neue Entgeltordnung für Lehrkräfte tritt am 1. August 2022 in Kraft. Dadurch gilt sie für alle Lehrkräfte, die am 1. August 2022 oder später in ein Arbeitsverhältnis mit dem Land Hessen eingestellt werden. Ausnahmen für befristet Beschäftigte werden unten dargestellt. Sie gilt zudem für die Beschäftigten, die vor dem 1. August 2022 eingestellt wurden, wenn sich deren Tätigkeit nicht nur vorübergehend ändert.

Für die „Altbeschäftigten“ gelten die neuen Eingruppierungen des TV EGO-L-H allerdings nicht automatisch. Sofern sich aus der neuen Entgeltordnung ein Anspruch auf eine höhere Eingruppierung, Entgeltgruppenzulage oder Anpassungszulage ergibt, müssen sie einen Antrag stellen (§ 29 Abs. 3 TV-H in der Fassung des § 9 TV EGO-L-H). Dieser Antrag kann und muss innerhalb einer Frist von einem Jahr, also bis zum 31. Juli 2023 beim Arbeitgeber ankommen. Hierbei handelt es sich um eine einjährige Ausschlussfrist, ein späterer Antrag ist nicht mehr möglich. Egal aber wann der Antrag innerhalb dieses Jahres gestellt wird: Er wirkt immer auf den 1. August 2022 zurück. Es ist also nicht möglich, den Überleitungszeitpunkt innerhalb der Jahresfrist frei zu wählen. Lehrkräfte und die im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten, deren Arbeitsverhältnis am 1. August 2022 ruht (z.B. wegen Elternzeit), können den Antrag nach Wiederaufnahme der Tätigkeit stellen. Die Frist von einem Jahr beginnt dann am Tag der Wiederaufnahme der Tätigkeit.

Eine automatische Überleitung gibt es nicht. Dies soll Einbußen ausschließen, die sich aus der neuen Entgeltordnung in folgenden Fällen ergeben könnten:

  • Bei einer generellen Überprüfung könnte sich ergeben, dass einzelne Eingruppierungen irrtümlich zu hoch waren.
  • In Einzelfällen ist die neue Eingruppierung niedriger als im bisherigen Eingruppierungserlass (siehe unten).
  • Die Überleitung erfolgt stufengleich, allerdings beginnt die Stufenlaufzeit in der gleichen Stufe der höheren Entgeltgruppe bei Null. Dies kann zu temporären Nachteilen führen, wenn in nicht allzu weiter Zukunft ein Stufenaufstieg anstehen würde (siehe Kasten „Exspektanzverluste“, Seite 37).

Strukturausgleich für Einstellungen vor 2010

Der Überleitungstarifvertrag (TVÜ-H), mit dem die Beschäftigten einschließlich der Lehrkräfte 2010 aus dem BAT in den TV-H übergeleitet wurden, sah in § 12 für bestimmte Entgeltgruppen und -stufen einen Strukturausgleich vor. Die Fallgruppen und die Dauer der Zahlung wurden in der Anlage 3 des TVÜ-H detailliert aufgelistet. Ein Höhergruppierungsgewinn aus einer neuen Eingruppierung nach der neuen Lehrkräfte-Entgeltordnung oder später aufgrund einer sich ändernden Tätigkeit wird auf den Strukturausgleich angerechnet.

Strukturausgleichszahlungen sind im Bezügenachweis unter Hinweis auf § 12 TVÜ-H ausgewiesen. Sie wurden nach der Überleitung in den TV-H am 1. Januar 2010 auf Dauer, in den meisten Fällen aber temporär begrenzt bezahlt. Die Höhe beträgt zwischen 30 und 110 Euro bei Vollzeittätigkeit.

Bestandsschutz auch für befristet Beschäftigte

Beschäftigungsverhältnisse, die mit dem letzten Unterrichtstag vor Beginn der Sommerferien enden und spätestens am ersten Unterrichtstag nach den Sommerferien befristet oder unbefristet wieder aufgenommen werden, werden eingruppierungstechnisch nicht als Neueinstellungen gewertet. Die Beschäftigten verbleiben in ihrer bisherigen Entgeltgruppe, sofern sich die auszuübende Tätigkeit nicht verändert und sie keinen Antrag auf Höhergruppierung, Anpassungszulage und/oder Entgeltgruppenzulage stellen.

Das ist wichtig für die wenigen Fallgruppen, für die der TV EGO-L-H eine niedrigere Eingruppierung als der bisherige Eingruppierungserlass vorsieht. Das betrifft die Lehrkräfte an Gymnasien und beruflichen Schulen bzw. IGS und KGS ohne Lehramtsbefähigung mit einem wissenschaftlichen Hochschulabschluss, aus dem sich zwei Schulfächer ableiten lassen, die nach dem alten Eingruppierungserlass bis 31. Juli 2022 in der E 13 eingruppiert sind. Diese Lehrkräfte sind nach der Anlage zum TV EGO-L-H ab 1. August 2022 in der EG 12 plus Zulage eingruppiert. Die EG 13  bzw. die EG 12 an Grundschulen ist nach TV EGO-L-H nur noch für Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung vorgesehen. Ist die Unterbrechung zwischen den zwei Arbeitsverhältnissen länger als die Dauer der Sommerferien oder handelt es sich um eine Unterbrechung außerhalb der Sommerferien, dann gilt das neue Arbeitsverhältnis auch eingruppierungstechnisch als Neueinstellung, so dass die Eingruppierungen des TV EGO-L-H angewendet werden.

Eingruppierung nach der Entgeltordnung

Die eigentliche Eingruppierung der Lehrkräfte und der im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten ist in der Anlage zum TV EGO-L-H geregelt. Sie orientiert sich unter anderem mit der Gliederung nach Schulformen am alten hessischen Eingruppierungserlass. Die Eingruppierung richtet sich nach der auszuübenden Tätigkeit und der individuellen, persönlichen Qualifikation der Lehrkraft bzw. der im Schuldienst unterrichtsunterstützenden Beschäftigten.

Die Systematik der Abschnitte ist uneinheitlich. Die Abschnitte I bis VI gelten für Lehrkräfte nach § 44 TV-H und beziehen sich – anders als von der GEW gefordert - auf unterschiedliche Schulformen. Abschnitt VI für IGS und KGS enthält keine eigenständigen Regelungen und verweist lediglich auf andere Abschnitte. Abschnitt VII regelt die Eingruppierung der Beschäftigten in der Unterrichtsunterstützung (Sozialpädagogische Fachkräfte an Förderschulen, UBUS- und USF-Fachkräfte) und gilt unabhängig von der Schulform.

In der Vorbemerkung Nr. 1 zu allen Abschnitten ist festgelegt, für welche Lehrkräfte bzw. unterrichtsunterstützenden Beschäftigten welche Abschnitte gelten. Die Lehrkraft, die Tätigkeiten aus verschiedenen Abschnitten bzw. Unterabschnitten nicht nur vorübergehend auszuüben hat, ist nach der Tätigkeit eingruppiert, die auf der Grundlage der individuellen Pflichtstundenzahl mindestens zur Hälfte anfällt.  
Die materiellen Veränderungen für die unterschiedlichen Beschäftigtengruppen können im Folgenden nur unvollständig wiedergegeben werden.

Eingruppierung an Grundschulen (Abschnitt I)

Für voll ausgebildete Grundschullehrkräfte mit Lehramt, d.h. mit Erstem und Zweitem Staatsexamen, gilt die sogenannte „Paralleltabelle“. Die zukünftige numerische Eingruppierung nach EG 12 entspricht der der Lehrkräfte im Beamtenverhältnis nach A 12. Daraus ergeben sich aber auch höhere Eingruppierungen für Lehrkräfte an Grundschulen ohne Lehramt: So werden Beschäftigte in der Tätigkeit von Grundschullehrkräften mit einem Ersten Staatsexamen ab dem 1. August in die EG 11 eingruppiert mit einer zusätzlichen  Entgeltgruppenzulage in Höhe des halben Differenzbetrages zur E 12. Solche Entgeltgruppenzulagen schaffen zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Entgeltgruppen und waren bisher im schulischen Tarifbereich nicht vorgesehen. Wegen der „Paralleltabelle“ werden auch Lehrkräfte mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung, aus der sich mindestens ein Unterrichtsfach ableiten lässt, höher eingruppiert. Dasselbe gilt für Kunst-, Musik- und Sportlehrkräfte mit Abschluss auf Masterniveau.

Förderschulen und Sekundarstufe I (ohne Gymnasien)

Die Eingruppierung der Beschäftigten an Förderschulen (Abschnitt II) sowie an Hauptschulen, Realschulen, verbundenen Haupt- und Realschulen, Mittelstufenschulen und in der Förderstufe (Abschnitt III) soll zukünftig schrittweise an die Eingruppierung der Lehrkräfte an Gymnasien und beruflichen Schulen angepasst werden.

Für Lehrkräfte mit voller Lehramtsbefähigung ihrer Schulform ist eine solche Anpassung nicht notwendig, da sie bereits jetzt, aber auch zukünftig in der EG 13 eingruppiert sind. Die Lehrkräfte ohne volle Lehramtsbefähigung haben einen Anspruch auf eine Anpassungszulage, die als ein erster Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung vereinbart wurde und deren Höhe die halbe Differenz zum entsprechenden Stufenentgelt der nächst höheren Entgeltgruppe beträgt. Aufgrund der Anpassungszulage kommt es bei einer Vielzahl von Beschäftigten in diesen Schulformen zu günstigeren Eingruppierungen.

Gymnasien und berufliche Schulen

Die Verbesserungen für Lehrkräfte an Gymnasien (Abschnitt IV) und beruflichen Schulen (Abschnitt V) sind überschaubar. Sie betreffen vor allem Beschäftigte in vergleichsweise niedrigen Entgeltgruppen, die längere Zeit im Schuldienst tätig waren und bestimmte Weiterbildungen nachweisen können (siehe „Beschäftigte in Entgeltgruppen für Studierende“).

Für Lehrkräfte mit wissenschaftlichem Hochschulabschluss und zwei ableitbaren Fächern ist aus systematischen Gründen ab 1. August 2022 statt der EG 13 nur noch die EG 12 (plus halbe Zulage zur EG 13) vorgesehen. Für diese Beschäftigtengruppe gilt aber Bestandsschutz im aktuellen Arbeitsverhältnis für die Dauer der unveränderten Tätigkeit.

Integrierte und Kooperative Gesamtschulen

Lehrkräfte an Integrierten und Kooperativen Gesamtschulen (Abschnitt VI), die überwiegend in den Jahrgangsstufen 5 bis 13 unterrichten, werden wie entsprechende Lehrkräfte in der Tätigkeit an Gymnasien eingruppiert. Das war zwar nach Einschätzung der GEW bis zum 31. Juli 2022 überwiegende Praxis, der „Eingruppierungserlass“ sah aber für einen überwiegenden Unterricht in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 die Eingruppierung an Haupt- und Realschulen als Orientierung vor.

Lehrkräfte in Entgeltgruppen für Studierende

Ein wesentlicher Streitpunkt der Tarifvertragsparteien war die „Mindesteingruppierung“ von Beschäftigten in der Tätigkeit von Lehrkräften, die keine der genannten Voraussetzungen erfüllen und deshalb nach dem bis zum 31. Juli 2022 geltenden Eingruppierungserlass wie Lehramtsstudierende in die Entgeltgruppen 5 oder 6 bzw. an Gymnasien und beruflichen Schulen in die Entgeltgruppen 6 oder 8 eingruppiert waren. Die Anlage zum TV EGO-L-H unterscheidet nun zwischen diesen beiden Gruppen:

  • Beschäftigte, die tatsächlich für ein Lehramt studieren, werden zukünftig nach EG 6 bzw. nach Abschluss der schulpraktischen Studien nach EG 7 eingruppiert (an Gymnasien und beruflichen Schulen EG 7 bzw. EG 8).
  • Beschäftigte, die bisher nur deshalb in EG 5 und EG 6 eingruppiert waren, weil sie keine abgeschlossene pädagogische Ausbildung aufweisen, können – anders als bisher - aufgrund von absolvierten pädagogischen Fortbildungen und einer bestimmten Tätigkeitsdauer höher eingruppiert werden.  Neueinstellungen erfolgen jetzt mindestens in der EG 6 (an Gymnasien und Berufsschulen EG 7), nach fünf Jahren und mit entsprechenden Fortbildungen und Bewährungsnachweis kann schrittweise die EG 9a bzw. an Gymnasien und Berufsschulen die EG 9b erreicht werden. Eine tabellarische Übersicht über die Kriterien „Anzahl der Fortbildungen“ und „Dauer der Tätigkeit“ findet man auf der Homepage der GEW.

Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses während der Sommerferien sind für die Bewertung der Dauer des Arbeitsverhältnisses nach „ganzen Schuljahren“ unschädlich. Der Nachweis schulinterner Fortbildungen, zum Beispiel im Rahmen pädagogischer Tage, kann durch eine schriftliche Erklärung der Schulleitung erbracht werden, aus der der Zeitpunkt und die Dauer der Fortbildung hervorgehen müssen. Auch Fortbildungen außerhalb der Schule werden anerkannt. 

Für Fortbildungen zwischen dem 1. 1. 2010 und dem 31. 7. 2021 (!) genügt eine Erklärung der Schulleitung, dass und in welchem Umfang schulinterne Fortbildungen stattgefunden haben und dass die Lehrkraft zu diesem Zeitpunkt an der Schule beschäftigt war. Für diese Beschäftigten sind Angaben zu den allgemeinpädagogischen und unterrichtsfachbezogenen Anteilen der Fortbildung nicht erforderlich. An dieser Stelle sollten sich auch die Schulpersonalräte einbringen und in Kooperation mit der Schulleitung eine einmalige Aufstellung der schulinternen Weiterbildungen für den genannten Zeitraum zusammentragen, die dann den betroffenen Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden kann.

Diese weiterbildungsabhängigen Eingruppierungen gelten auch für weitere Lehrkräftegruppen (Religions-, Sport- und Sprachlehrkräfte) in bislang niedrigen Eingruppierungen.

Lehrkräfte im herkunftssprachlichen Unterricht (HSU)

Eine höhere Eingruppierung der HSU-Lehrkräfte, bis zuletzt Streitthema der Verhandlungen, konnte nicht erreicht werden. HSU-Lehrkräfte mit einer Fortbildung in Ethik, die dieses Fach zu 25 Prozent auch tatsächlich unterrichten, erhalten eine Zulage in Höhe von 75 Prozent des Differenzbetrags zur gleichen Stufe der nächsthöheren Entgeltgruppe

Sozialpädagogische Unterrichtsunterstützung

Abschnitt VII gilt schulformübergreifend für sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Förderschulen und  für UBUS- und USF-Fachkräfte. In diesen Tätigkeiten wird die Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern sowie vergleichbaren Professionen von EG 8 auf EG 9a angehoben, an Förderschulen auf 9a plus Zulage. Der Abschluss der Zusatzausbildung führt zur Eingruppierung in die EG 9b plus Zulage.

Für Sozialpädagoginnen und -pädagogen bietet der TV EGO-L-H kaum Verbesserungen. Es bleibt bei der Eingruppierung in die EG 10. Darüber hinaus werden hessenweit 16 Stellen für UBUS-Kräfte mit koordinierenden Tätigkeiten und einer Eingruppierung in die EG 11 geschaffen. Die staatliche Anerkennung für Sozialpädagoginnen und -pädagogen und für Absolventinnen und Absolventen vergleichbarer Studiengänge ist ab dem 1. August 2022 nicht mehr erforderlich. Dadurch kommt es zu Verbesserungen für Beschäftigte mit einer pädagogischen oder sozialpädagogischen Ausbildung auf Bachelorniveau, die keine staatliche Anerkennung vorweisen können und die von den Schulämtern bisher oft freihändig in die EG 9b eingruppiert wurden.

Autor: Rüdiger Bröhling | Referent der GEW Hessen für Tarif und Besoldung

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KV_Witzenhausen Aktuelles
news-153 Tue, 14 Jun 2022 19:04:27 +0200 Informationen zum Lebensarbeitszeitkonto https://gew-hrwm.de/home/details/lebensarbeitszeitkonto-lak Kurz gefasst: Gültigkeit - Ansparen - Ansparumfang - Erstattung - Stundenabbau 1. „Ansparen“

1.1. Gültigkeit

  • eingeführt ab 1. Januar 2007 für Lehrkräfte bis zum Ende des Schulhalbjahrs nach Vollendung des 50. Lebensjahrs
  • erweitert ab 1. August 2017 für Lehrkräfte bis zum Ende des Schulhalbjahrs nach Vollendung des 60. Lebensjahrs
  • Gültig für: Beamtinnen/Beamte, unbefristet beschäftigte Lehrkräfte, befristet beschäftigte Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen mit Lehrverpflichtung

1.2. Ansparumfang (pro Kalenderjahr)

  • bei Vollzeit: 0,5 Stunden pro Kalenderwoche (26 Stunden)
  • bei Teilzeit: anteilig entsprechend der bewilligten Teilzeit (auch bei Sabbatjahr-Modellen)
  • keine Gutschriften: bei Elternzeit, bei Beurlaubung, ab der 7. Krankheitswoche, bei Wiedereingliederung, bei Diensterleichterung zur Wiederherstellung der Gesundheit, bei Kur oder Heilbehandlung
  • keine Gutschrift: für Menschen mit Behinderung ab einem GdB von 50%

1.3. Erstattung

Die Erstattung der Zeitguthaben erfolgt wie das Ansparen, d.h. 26 Stunden aus dem Lebensarbeitszeitkonto ergeben eine Abminderung um eine halbe Unterrichtsstunde für ein Schuljahr oder 56 Stunden ergeben eine Abminderung von einer Stunde für ein Schuljahr.

2. Erstattung zum Ende des Berufslebens

  • Allen Personen, die regelhaft in Ruhestand gehen, werden die angesparten Stunden automatisch im letzten Schuljahr ihrer Berufslebens erstattet.
  • Wer vorzeitig in Ruhestand geht, muss beim Staatlichen Schulamt einen formlosen Antrag auf Erstattung des Lebensarbeitszeitkontos stellen. Achtung: Dieser Antrag muss spätestens 9 Monate vor der gewünschten Versetzung in den Ruhestand gestellt werden. Bei kurzfristigeren Anträgen auf Pensionierung nach Erreichen der Antragsaltergrenze ist dem Antrag auf Versetzung in der Ruhestand auf ein Antrag auf Erstattung des LAK beizufügen.

Bei sehr geringem Stundenumfang auf dem Lebensarbeitszeitkonto ist die Schulleitung der Stammschule zuständig, dass die betroffene Person das angesparte Guthaben in Freizeit zurück erhält.

Bereits jetzt gibt es Kolleginnen/Kollegen, die den Gegenwert von 7 Unterrichtsstunden (364 Stunden) auf ihrem Lebensarbeitszeitkonto angesammelt haben. Wird dann im "letzten Schuljahr des Lebens" eine Lehrkraft mit 25 Stunden Unterrichtsverpflichtung im letzten Schuljahr vor der Versetzung in den Ruhestand die Auszahlung des Lebensarbeitszeitkontos, so läge sie mit 18 verbleibenden Unterrichtsstunden gegebenenfalls unter 75% Unterrichtseinsatz. Diesen Stundenumfang muss man unterrichtswirksam mindestens arbeiten, um seine Altersermäßigung in voller Höhe zu erhalten. Es würde im Beispiel daher 1 Stunde Altersermäßigung gestrichen.

Empfehlung der Rechtsberatung: Um die maximale Pflichtstundenermäßigung aufgrund des Alters voll ausnutzen zu können, sollte man bereits frühzeitig einen Teil der Stunden aus dem Lebensarbeitszeitkonto abbauen... denn niemand weiß, wie kurzfristig "das letzte Schuljahr des Lebens" kommt und ob dann der "Stundenabbau" kurzfristig möglich ist.

3. Erstattung während der aktiven Berufszeit

Prinzipiell besteht die Möglichkeit, sich die angesparten Zeiten auch früher in Form von Freizeitausgleich bei gleichbleibendem Gehalt abzubauen. Dies erfordert einen formlosen Antrag. Ab einer Ansparzeit von 3 Schuljahren kann man mit dem "Stundenabbau" beginnen; von der Wartezeit sind familiäre Gründe zur Betreuung eigener Kinder unter 18 Jahren ausgenommen, so dass man z.B. bereits nach einem Jahr Vollzeittätigkeit im kommenden Schuljahr eine halbe Stunde Ermäßigung als Abbau des LAK beantragen kann.

Die Antragsfristen sind der 31.01. für das kommende Schuljahr und der 31.07. für das übernächste Halbjahr.

Es gibt eine Reihe von Sonderregelungen, z.B. für befristete einjährige Arbeitsverträge oder bei Wechsel des Arbeitgebers (auch beim einer Versetzung nach dem Lehrertauschverfahren in ein anderes Bundesland), die hier nicht dargestellt sind. Diese kann man im Amtsblatt des Hessischen Kultusministeriums 06/2018 nachlesen.

Vorlagen für den formlosen Antrag:

- Antrag für vorzeitige Inanspruchnahme des Lebensabreitszeitkontos aus familiären Gründen
(Begründung "Pflege naher Angehöriger" ist auch möglich!)
- Antrag für vorzeitige Inanspruchnahme des Lebensabreitszeitkontos aus persönlichen Gründen

Für Fragen stehen unseren Mitgliedern die ehrenamtlichen Rechtsberater der Kreisverbände gerne zur Verfügung.

Hier erhalten Sie unsere Druckvorlage für ein Plakat.

Erstellt: Richard Maydorn | Stand: 01.07.2022

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KV_Witzenhausen Aktuelles
news-152 Sun, 12 Jun 2022 11:29:49 +0200 Deutsches Schulbarometer Lehrkräfte im dritten Corona-Schuljahr am Limit https://gew-hrwm.de/home/details/deutsches-schulbarometer-lehrkraefte-im-dritten-corona-schuljahr-am-limit Coronapandemie und Lehrkräftemangel, Lehrkräfte völlig ausgelaugt, GEW fordert Entlastung Im dritten Corona-Schuljahr sind viele Lehrkräfte am Ende ihrer Kräfte: Laut des Deutschen Schulbarometers, einer repräsentativen Umfrage der Robert Bosch Stiftung, erleben rund 92 Prozent der Befragten ihr Kollegium stark oder sehr stark belastet, 84 Prozent sagen dies auch für sich selbst aus. Für mehr als drei Viertel der Lehrkräfte (79 Prozent) ist Wochenendarbeit die Regel und eine Erholung in der Freizeit kaum noch möglich (60 Prozent). Die Hälfte leidet unter körperlicher (62 Prozent) oder mentaler Erschöpfung (46 Prozent). Mehr als jede zehnte Lehrkraft (13 Prozent) plant, im kommenden Schuljahr weniger zu arbeiten und das wöchentliche Deputat zu reduzieren. Die GEW fordert daher, die Lehrkräfte massiv zu entlasten und die Unterrichtsverpflichtung zu senken.

„Das System steckt in einem Teufelskreis aus Überlastung durch Lehrkräftemangel und Lehrkräftemangel durch Überlastung.“ (Maike Finnern)

„Teilzeitarbeit ist für viele Lehrkräfte ihre persönliche Flucht aus der Überlastung. Das System steckt in einem Teufelskreis aus Überlastung durch Lehrkräftemangel und Lehrkräftemangel durch Überlastung. Da kommen wir nur raus, wenn die Politik bereit ist, insgesamt mehr Ressourcen ins System zu stecken – auch durch mehr Schulsozialarbeit, schulpsychologische Betreuung und weiteres zusätzliches Personal etwa in der Verwaltung“, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Donnerstag in Frankfurt am Main. Es sei falsch, eine Entlastung der Lehrkräfte mit Hinweis auf den Lehrkräftemangel zu verweigern. Der Forschung zufolge fühlten sich jenseits von 25 Unterrichtsstunden pro Woche signifikant mehr Lehrkräfte sehr hoch belastet.

Krisenmanagement im Unterricht

„Lehrkräfte stehen enorm unter Druck. Sie müssen die Digitalisierung im Rekordtempo nachholen, Corona-Richtlinien überwachen, Lernrückstände aufarbeiten, einen Fachkräftemangel abfedern und eine steigende Zahl von geflüchteten ukrainischen Kindern und Jugendlichen in die Schulen integrieren“, erläuterte die Bereichsleiterin Bildung der Robert Bosch Stiftung, Dagmar Wolf. Zudem gelte es, den Fachkräftemangel abzufedern und eine steigende Zahl von geflüchteten ukrainischen Kindern und Jugendlichen in die Schulen zu integrieren. Für 44 Prozent der Befragten besteht ein Großteil des Unterrichts derzeit aus Krisenmanagement.

Zum Zeitpunkt der Befragung im April 2022 stellte die Bewältigung von Corona-Maßnahmen die größte Herausforderung für Lehrkräfte dar (38 Prozent). Es folgen der Lehrkräftemangel (26 Prozent) und das Verhalten von Schülerinnen und Schülern (21 Prozent).

Quelle: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/lehrkraefte-im-dritten-corona-schuljahr-am-limit (09.06.2022)
Foto: Pixabay / CC0
Erstellt: Richard Maydorn | Stand: 12.06.2022

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KV_Witzenhausen Aktuelles
news-151 Sun, 12 Jun 2022 10:56:00 +0200 GEW-Sommer-Buffet mit Kabarettist Florian Brauer und seinem Programm "Der Musikpapparazzo" https://gew-hrwm.de/home/details/gew-sommer-buffet Geselliger Abend mit Ehrung von Mitgliedern. Zur Anmeldung klicken sie hier ... Hezlich eingeladen sind die Mitglieder des GEW-Kreisbands WItzenhausen zum …

Sommer-Buffet mit Mitgliederehrung des GEW-Kreisverbands Witzenhausen

…mit Musik-Kabarettist Florian Brauer, der uns mit der Jubiläumsausgabe seines Programms „Der Musikpapparazzo“ unglaubliche Geschichten aus der Welt des Showgeschäfts präsentieren wird. Für die Darbietung seiner neuesten Entdeckungen benötigt er nichts weiter als ein Klavier, eine Sitztrommel und seine außergewöhnlich wandlungsfähige Stimme. Mühelos schlüpft er so in verschiedene Rollen: Ob Johnny Cash, Hannes Wader, Max Raabe, Leith Al Deen oder ein beleidigter Kastrat. Seine Show gleicht einer Achterbahnfahrt durch die verschiedenen Jahrhunderte und Genres unserer abendländischen Musik, deren Geschichte komplett neu geschrieben werden muss. Lasst Euch daher mitreißen von Brauers irre komischen Enthüllungen über die Songs, die gerne aus vollem Halse mitgesungen werden können.

Wann? - Freitag, den 24. Juni 2022 um 18 Uhr
Wo? - Schinkels Back- und Brauhaus, Walburger Straße 46, 37213 Witzenhausen
Kosten? - Preis für das Buffet beträgt 26,00 € (ohne Getränke)

  • Für die Jubilare trägt der GEW-KV Witzenhausen die Buffet-Kosten
  • Mitglieder des GEW-KV Witzenhausen erhalten einen 15-€-Verzehrgutschein

Anmeldung? - Spätestens bis 16.06.2022 per FAX 05542-5029571, Post oder E-Mail witzenhausen@gew-hrwm.de mit dem beigefügten Formular

Erstellt:Richard Maydorn
Stand: 12.06.2022

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KV_Witzenhausen
news-150 Thu, 19 May 2022 20:51:00 +0200 - JETZT ANMELDEN - Eintägige Personalräte-Schulungen https://gew-hrwm.de/home/details/jetzt-anmelden-eintaegige-personalraete-schulungen Grundlagenschulung in Bebra (07.09.2022) und Aufbauschulungen - Infos und Anmeldung hier ... Die GEW-Kreisverbände Eschwege, Hersfeld-Rotenburg und Witzenhausen führen in Kooperation mit der lea bildungsgesellschaft mbH der GEW Hessen zwei eintägige akkreditierte Aufbauschulungen durch.

Weiterhin wird eine eintägige akkreditierte Einstiegsschulung für Schulpersonalräte angeboten um an den Aufbauschulungen teilzunehmen.

Die Lehrgangszeiten sind jeweils in der Zeit von 9-16 Uhr durch.

Sie finden statt:

Grundlagenschulung

  • am Mittwoch, 07.09.2022, in Bebra Anmeldung

Aufbauschulungen

  • am Mittwoch, 28.09.2022 in Bebra Anmeldung
  • am Mittwoch, 19.10.2022 in Eschwege Anmeldung

Inhalt der Grundlagenschulung: Vorrangig werden die wichtigsten Themen der Personalratsarbeit angesprochen und in die Aufgaben und Verfahrensweisen der PR-Tätigkeit eingeführt. Die behandelten Themenbereiche reichen von der Geschäftsführung des Personalrats, der vertrauensvollen Zusammenarbeit über allgemeine Aufgaben, Mitwirkung, Mitbestimmung und Beteiligung in Personalangelegenheiten bis hin zur Konferenzordnung. Im Weiteren wird es auch um Einstellung & Eingruppierung, Versetzung & Abordnung sowie um die Zusammenarbeit mit Gesamtpersonalrat gehen. Darüber hinaus werden Teilnehmerwünsche behandelt und es besteht die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch über die Arbeit als Schulpersonalrat.

Inhalte der Aufbauschulung: Es werden aufbauend auf die Grundlagenschulung weitere wichtige Themen der Personalratsarbeit angesprochen und in die Aufgaben und Verfahrensweisen der PR-Tätigkeit eingeführt. Die behandelten Themenbereiche reichen von der Konferenzordnung, der Pflichtstundenverordnung und der Lehrkräfteentgeltordnung (LEGO) über das Arbeitsrecht und den Arbeitsschutz für Personalräte, die Schwerbehindertenvertretung (SBV), die Dienstvereinbarung "Teilzeit" und Entlastungsmöglichkeiten für Teilzeitbeschäftigte bis hin zu einem Erfahrungsaustausch über die Arbeit. Die Teilnehmenden können vorab eigene Themen oder Fragestellungen einbringen.

Zielgruppe: Das Schulungsangebot richtet sich je nach Schulung an neu gewählte oder in der Personalratsarbeit unerfahrene Personalräte bzw. an Personalräte, die bereits an der Grundlangeschuung teilgenommen haben. Es können sich auch ganze Personalräte einer Schule anmelden, ebenso wie langjährig erfahrene Kolleg*innen.

Materialien: Sie erhalten ein Hessisches Personalvertretungsgesetz, den „Ratgeber für Personalräte an Schulen“ und je nach Schulung 1-2 umfangreichen Materialbände mit Informationen und Materialien für die (tägliche) Personalratsarbeit.

Hinweis: Die Schulung ist eine Personalräteschulung nach § 40 Abs. 2 Satz 3 und § 93 Abs. 4 HPVG. Falls für die Teilnahme am Lehrgang eine Reise nötig ist, hat der Personalrat nach § 42 Abs. 3 HPVG dies vorher der Leitung der Dienststelle anzuzeigen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer benötigen für ihre Teilnahme einen Entsendebeschluss ihres Schulpersonalrates mit Hinweis auf den Veranstalter, den Inhalt sowie Datum und Ort der Schulung. Ein entsprechender Entsendebschluss kann hier heruntergeladen werden und wird ihnen zudem auch nach erfolgter Anmeldung von der lea bildungsgesellschaft mbH im Vorfeld der Schulung zugeschickt. Die Schulungskosten in Höhe von 165,00 € trägt das Land Hessen (es wird nicht der Schule in Rechnung gestellt). Für Personalräte ist die Teilnahme entgeltfrei.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zu unseren Schulung anmelden (!)

Verfasser: Richard Maydorn
Stand: 19.05.2022

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KV_Witzenhausen Aktuelles
news-148 Thu, 19 May 2022 19:38:00 +0200 LandesTicket Hessen von Juni bis August 2022 bundesweit gültig https://gew-hrwm.de/home/details/landesticket-von-juni-bis-august-2022-bundesweit-gueltig Auch das LandesTicket ist kostenfrei als "9-Euro-Ticket" im Sommer bundesweit nutztbar Mit dem LandesTicket Hessen können Sie vom 01. Juni bis 31. August 2022 kostenfrei den bundesweiten ÖPNV al sog. "9-Euro-Ticket" nutzen. Hinweise, dass diese Aktion auch für Inhaber des LandesTicket Hessen gilt, findet sich unter https://innen.hessen.de/sites/innen.hessen.de/files/2022-05/info_landesticket_hessen_-_9_euroticket.pdf. Allerdings gilt einschränkend, dass die Aktion nicht die Mitnahme von Haushaltsangehörigen oder Kindern außerhalb von Hessen nicht kostenfrei ist und damit separate Tickets gelöst werden müssen. Jedoch gilt nach Angaben des NVV das Schülerticket in dieser Zeit als "9-Euro-Ticket" ohne Zuzahlung und ist damit bundesweit nutzbar, wie man bei der KVG lesen kann https://www.kvg.de/faq-9-eur-ticket/#c23921.

Autor: Richard Maydorn (19.05.2022)
Bild: Christian Lue | unsplash.com

 

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